Dies ist der zweite Leser-Beitrag von d1h4(19) vom 28.10.2009:

Meine lieben Freunde, die ihr euch immer noch auf der Suche befindet (ihr wisst schon wonach),

ich habe mich schon mal hier geäußert; die Sache mit dem "Die Welt als Simulation!".

Ich habe viel nachgedacht in der letzten Zeit und da ich fest an die Welt der Physik glaube, denke ich, ich weiß was hier mit uns allen los ist. ...

Der Mensch hat eine Gabe bekommen, und zwar eine, die keinem anderen Organismus auf unserem Erdenrund zuteil wurde. Wir können denken, zweifeln, vermuten, schätzen, GLAUBEN, ... - um nur einige zu nennen. ...

Wir sind Säugetiere, welche in der Lage sind, die drei berühmten Fragen stellen können. Das ist wichtig zu wissen.

Schicksal: Es gab mal oder gibt eine Theorie über die Vorherbestimmung, sie besagt grob:
"Wenn man alle Parameter aller materiellen Teilchen in unserem Kosmos kennt, wie z.B. Geschwindigkeit und Ort, so kann man die Zukunft in alle Ewigkeit berechnen."

Verbinde ich diese These nun mit dem "Sinn des Lebens", so würde das bedeuten, wenn man wirklich alle diese Parameter kennen würde, könnte man vorausberechnen, wann man stirbt, heißt im Klartext: Man wüsste vorher, was man im Leben erreichen wird. Quasi könnte ich erkennen, was mein Leben im Großen und Ganzen für einen Zweck erfüllt hat, ich würde dann den Sinn meines Lebens kennen. ...

Nun gäbe es, angenommen man könne es wirklich so einfach berechnen, ein großes Problem, und zwar: Kenne ich den Sinn meines Lebens, hat das fatale Folgen für meine Umgebung, da ich nicht mehr glaube "frei" zu handeln, sondern alles was ich tue diene nur einem Zweck. So handle ich linear und strickt nach meinem ermitteltem "Sinn", dadurch aber ändere ich die Zeitgeschichte. So abgespaced wie es klingt ist es aber nicht. Mein "Sinn" würde sich ändern, da ich nicht mehr so handeln kann, wie es mein "Sinn des Lebens" vorgeschrieben hätte. Was mich natürlich kurz vor Ende meines Lebens wieder zu der Frage führt: "Was ist der Sinn?". Ein bisschen schwer zu verstehen - ich weiß.

Jetzt kommt´s aber: Alles was in Zukunft passieren wird, kann man nicht berechnen, selbst wenn man alle Parameter kennen würde, weil man nicht alle Parameter kennen kann.

Lest mal bei Wikipedia über die sogenannte "Unschärferelation", darin heißt es, "je genauer man den Ort eines Teilchens kennt, desto ungenauer kann man seine Geschwindigkeit erkennen" und genauso ist es auch umgekehrt. Die Ursache dafür ist, dass Teilchen sowohl Wellen- als auch Teilcheneigenschaften besitzen. Was dazu führt, dass man nur die Wahrscheinlichkeit, wo sich ein Teilchen befinden könnte, grob ermitteln kann und nicht jedoch den tatsächlichen Ort oder die Geschwindigkeit.

Mir ist schon klar Leute, dass jemand, der etwas über den Sinn des Lebens wissen will, nichts über Theoretische Quanten- und Astro-Physik hören will. Der wichtige Ansatz meiner Überlegungen war aber: "Sinn des Lebens" muss ja bedeuten, mein bzw. unser Leben und das aller anderen Lebewesen hätte einen Sinn, eine Vorherbestimmung, ein Aufgabe oder ein Ziel auf das alles allmählig hinläuft.

Vorherbestimmung heißt aber Berechenbarkeit. Und unsere Zukunft ist bis zu einem bestimmten Punkt abschätzbar aber lange nicht berechenbar. Sie beruht nur auf Wahrscheinlichkeiten, ist also zum größten Teil vom klassischen "ZUFALL" abhängig und auf gar keinen Fall können oder dürfen wir Aussagen darüber treffen, was mit der Menschheit und allem anderem Leben passieren wird. Einige Leute tun das - diese Leute behaupten dann: "Die Welt wird am 4.Mai 2000 unter gehn." Und? Tat sie es? hmm... Wenn ihr das hier lesen könnt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Welt weg ist.

Ich will euch damit nur sagen:

[philosophie]
Wenn das Leben wirklich einen Sinn hat, dann können wir ihn nur schätzen, ihn erahnen, ihn vermuten, aber wissen werden wir ihn NIEMALS, denn falls wir ihn wüssten, wäre er längst nich mehr aktuell. :-)
[/philosophie]

Das ist meine Meinung.

Aber ich möchte euch nicht emotional zerstören. Bitte auf keinen Fall annehmen, es gäbe keinen - den gibt es wohl. Doch werdet ihr erst sehr spät, eigentlich schon zu spät (oder gar nicht?) erfahren, ob ihr richtig lagt mit eurem Sinn, dem "Sinn eures persönlichen Lebens".

Ich finde es verdammt beeindruckend, was ihr alle so für verschiedene Ansichten habt. Und ich finde, abschließend ist noch zu sagen:

[philosophie]
Der Sinn DEINES Lebens besteht darin, dass du dir darüber Gedanken machst, was der Sinn deines Lebens sein könnte. Hast du endlich eine finale Lösung gefunden, mit der du im Einklang leben kannst, ohne Hintergedanken, ohne schlechtes Gewissen, ohne Zweifel, DANN bleib um Himmels willen dabei und lass dir nix einreden.
[/philosophie]

Ich möchte nur, dass du mit gutem Gewissen den nächsten Beitrag durchlesen kannst, ohne voreingenommen zu sein.

Ich persönlich halte, jetzt nach wochenlangen Überlegungen, denn "SINN DES LEBENS" für eine Illusion, welche wahrscheinlich allen "HÖHER" denkenden Lebewesen im Universum blüht. Gedanken an den Sinn des Lebens zu verschwenden, bremst nur unser Potential und hemmt fast jeden Menschen in unregelmäßigen Zyklen in der Freiheit seines Lebens.

ENDE.

Euer d1rtyH4rry

PS: Noch was fällt mir gerade ein: Unter Umständen kann es auch sein, dass wenn eine Spezies anfängt, über den Sinn ihres Daseins nachzudenken, möglicherweise der Grenzhorizont dieser Rasse erreicht wurde. Vielleicht stehen wir kurz vor unserem Ende und die Natur versucht uns weiter und weiter durch solche Genie-Streiche auszubremsen.

PS: Denkt nicht zu viel.

So, jetzt ist wirklich ENDE.

Gruß "Dirty.Harry"

d1h4(19)

(Auf ausdrücklichen Wunsch des Autors dieses Artikels, darf sich in diesem Fall bei euren Beiträgen darauf bezogen werden.)

Zum nächsten (älteren) Beitrag

Zurück zum vorigen (neueren) Beitrag

ZurBeitrags-Übersicht

Google-Anzeigen

 

 
 
Impressum, Datenschutzerklärung, Copyright                                               Bitte scrollen.