Dies ist der Leser-Beitrag vom 06.09.2009 von Hedwig:

Ich bin 51 Jahre alt. Eben rief man mich aus der Kinderklinik an: Mein 16jähriger Sohn wurde bewußtlos neben einer Disco gefunden, betrunken. Ich weiß, dass er oft depressiv ist, denn er hat viel Schlimmes miterleben müssen, wie die ganze Familie: Gewalt, Sucht, Betrug. Ich verstehe, dass ihm das Leben sinnlos erscheint. Das tut mir als Mutter furchtbar weh; ich muss weinen und kann nicht mehr schlafen. Darum habe ich bei google eingegeben "sinn 16 jahre" und bin auf diese Seite gestoßen.

Das 16jährige Mädchen schreibt, sie kann viel, doch sie will lieben und geliebt werden. Als ich 16 war, ging es mir genauso wie ihr.

Jetzt, mit 51, geht es mir noch immer ähnlich - mit dem Unterschied, dass ich einige Menschen gefunden habe, die ich liebe - mit Abstand ganz vorne: Meine Kinder! Ich finde, es macht Sinn, meinen Kindern und guten Kolleginnen und jungen Müttern (ich bin Hebamme) und freundlichen Nachbarn usw. ein aufmerksames, hilfreiches Gegenüber zu sein. Da lerne ich gerne immer weiter dazu.

Und wie gerne würde ich das meinen Kindern weiter geben! Doch den Sinn meines Lebens habe ich nicht einfach "gefunden". Ich habe die Sichtweise gehört: "Das Leben kommt auf dich zu mit seinen Ereignissen und stellt dir die Frage: Welchen Sinn GIBST du mir?"

Und immer wieder neu entdecke ich: Der Sinn des Lebens ist die Liebe. Und dazu gehört der Schutz vor der Zerstörung, denn Heilung der seelischen Wunden braucht viel Zeit und Zuwendung.

Hedwig

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